Alle Beiträge von Thomas Rink

GROUNDS & CO

Musik des Früh- und Hochbarock von Girolamo  Frescobaldi, Jacob van Eyck und anonymen Meistern stehen auf dem Programm GROUNDS & CO.

Ausführende sind

Elke Holm – Blockflöte, Michael Müller-Andersson (Posaune) und Gero Parmentier (Laute)

IN IMITATION OF BIRDS 2024

Die Triosonate ist die beliebteste Gattung in der Barockzeit schlechthin. Neben der „klassischen“ von zwei Violinen in den Oberstimmen sind alle erdenklichen Kombinationen zwischen 1600 und 1750 möglich. Wir haben in unserem Programm außer der Besetzung von 2 Blockflöten zum obligaten Basso continuo (hier mit Bass-Viola da gamba und Laute) von William Williams  (dessen bekanntes Trio den Titel für unser Programm lieferte) auch die Kombination Blockflöte und Pardessus de Viole (das kleinste Mitglied der Gambenfamilie) plus Generalbass (dann entsprechend mit Fagott und Laute) gewählt.  Georg Philipp Telemann schrieb allein vier in dieser Art (wir interpretieren das wunderbare g-Moll-Werk TWV 42:g9 in dessen letztem Satz „Meister Schorschi“ einmal mehr in die Schatztruhe der Volksmusik greift) Jacques Christoph Naudots drittes Stück aus seiner Sammlung „Fetes rustiques“ op. 8 wird von uns in der Oberstimme mit einer Sopranino-Blockflöte in f“ besetzt werden.

Das Konzert findet im Rahmen der Wiedereinweihung der St.-Jürgen-Kirche zu Heide statt.

Das CONCERTINO SCHLESWIG-HOLSTEIN spielt in der Besetzung von Elke Holm – Blockflöte, Jemma Thrussell – Pardessus de Viole und Bass-Viola da Gamba, Thomas Rink – Barockfagott und Blockflöte sowie Gero Parmentier – Theorbe

BROKEN CONSORT 2024

Consort Musik war am Ende des 16. und am Anfang des 17. Jahrhunderts in ganz Europa beliebt. Meist spielte man mehrstimmige Sätze mit EINER Instrumentengattung, z.B. mit ausschließlich Blockflöten oder Violen da Gamba. Daneben  gab es dann auch noch die vermischte Besetzung, das sogenannte BROKEN CONSORT. In einer (offenbar anonymen?) Beschreibung aus dem Jahr 1591 wird von einem Fest berichtet, bei der Queen Elizabeth I mit Hofdamen zur Musik von Thomas Morley am Abend getanzt hat. Das Instrumentalensemble war mit Laute, Pandora, Bass-Gambe, Cistern, Diskant-Gambe und Flöte besetzt. Auch auf Gemälden der Zeit werden die oben erwähnten Instrumente abgebildet (u.a. auf einer Wandmalerei aus dem Jahr 1596) https://www.npg.org.uk/collections/research/programmes/making-art-in-tudor-britain/case-studies/the-portrait-of-sir-henry-unton-c.-1558-1596 Wir haben für die Ausführung der  Musik von William Brade, Thomas Simpson und Kollegen, also englischen Musikern, die auf dem Kontinent u.a. in Gottorf und/oder in Kopenhagen gewirkt haben, uns für Blockflöte, Dulzian, Zink, Posaune, Violine, Viola da Gamba, Laute und Virginal entschlossen. Letzteres ist (der Name stammt von der unverheirateten Englischen Königin) ist ein querbesaitetes Tasteninstrument (beim Spinett verlaufen die Saiten schräg zur Tastatur, beim Virginal im genau im rechten Winkel). Spinette und Virginale wurden u.a. sogar für kleinere Residenzen wie für das Schloss vor Husum angeschafft. Zinkenisten und Lautenisten sind namentlich für die Gottorfer Hofkapelle nachgewiesen.

Das CONCERTINO SCHLESWIG-HOLSTEIN spielt in der Besetzung mit Elke Holm (Renaissance-Blockflöte), Carsten Jäger (Zink), Thomas Rink (Dulzian), Michael Müller-Andersson (engmensurierte Posaune), Cornelia Kempf (Barockvioline), Thomas Petersen-Anraad (Viola da Gamba), Gero Parmentier (Laute) und Philipp Weltzsch (Virginal). Wir bedanken uns sehr herzlich für die großzügige Unterstützung der Konzerte in Hennstedt durch das SCHLESWIG-HOLSTEINISCHE SPENDENPARLAMENT https://seniorenfoerderverein.net/spendenparlament/index.html und in St.-Peter-Ording beim VERMÄCHTNIS JOHAN VAN WOUVER  https://www.nordfriesland.de/Kreis-Verwaltung/Zahlen-Daten-Fakten/Stiftung-Verm%c3%a4chtnis-Johan-van-Wouwer

VIVE LA FRANCE

Werke für Pardessus de Viole, Bass-Viola da Gamba, Blockflöte, Fagott und Laute werden wir in den Konzerten VIVE LA FRANCE präsentieren. Speziell in Paris und Versailles fand man es in der Mitte des 18. Jahrhunderts „tres chic“ sich der Volksmusik zuzuwenden. So sind einige der Kompositionen des Programm recht simpel in der Harmonik aber dadurch auch eingängig und passend für lauschige Abende im Sommer.

Jemma Thrussell (Violen da Gamba), Thomas Rink (Blockflöte und Fagott) und Ulf Dressler    (Laute) spielen Werke von Joseph Bodin de Boismortier, Michel Corrette, Philbert de Lavigne, Sieur de Machy u.a.

DAS BESTE ZUM SCHLUSS – Bach, Händel, Telemann und …. Mozart

Welch wunderbare Geschenke haben uns die großen Meister hinterlassen. Die Auswahl der Stücke beim Abschiedskonzert für mich als 1. Vorsitzender der GESELLSCHAFT FÜR ALTE MUSIK IN SCHLESWIG-HOLSTEIN e.V. fiel mir nicht schwer: Neben Meister Schorschi GEORG PHILIPP TELEMANNs großartigen Doppelkonzert für Blockflöte und Viola da Gamba TWV 52:a1 werden wir das zweisätzige Konzert in F HWV 331 von GEORG FRIEDRICH HÄNDEL aufführen, das eine Bearbeitung von Sätzen aus der legendären „Wassermusik“ darstellt. Mit JOHANN SEBASTIAN BACH und seinem 1. Brandenburgischen Konzert – da ist es wirklich toll, die große Besetzung von 2 Hörnern, 3 Oboen, Fagott, Violino piccolo, Streicher und Basso continuo aus Mitgliedern der GAM-SH und zwei befreundeten Kollegen zu Gehör zu bringen, beschließen wir das Programm. Und, anstelle des vorgesehenen Werkes von Johann Mattheson  für 2 Cembali werden unsere beiden Tastenvirtuosen ein Frühwerk von WOLFGANG AMADEUS MOZART, nämlich dessen Sonata KV 19d „a quatre mains“, aufführen.

Für das Konzert im Südflügel des Schlosses vor Husum – das Gebäude ist hier bequem zu erreichen, weil der Saal ebenerdig liegt, bedanken wir uns ausdrücklich bei der NOSPA Kulturstiftung Nordfriesland für die großzügige Unterstützung.

https://www.nospa.de/content/dam/myif/nord-ostsee-spk/work/bilder/ihre-sparkasse/anzeigen_logos/nospa_rot.jpg?n=true

Das verstärkte CONCERTINO SCHLESWIG-HOLSTEIN spielt in der Besetzung von

Anja und Michael Koeppen – Naturhorn

Elke Holm – Blockflöte

Jesper Burandt, Hanno Nachtsheim und Uwe Schneekloth – Barockoboe

Thomas Rink – Barockfagott

Bethany Webster-Parmentier – Violino piccolo und Barockvioline

Martina Nachtsheim, Frank Lotichius, Markus Pertiet und Cornelia Kempf – Barockvioline

Britta Gemmeker – Barockviola

Jemma Thrussell – Viola da Gamba und Barockvioloncello

Thomas Petersen-Anraad – Violone

Gero Parmentier – Erzlaute

Philipp Weltzsch und Tom Werzner – Cembalo

DER HERR IST MEIN HIRTE – Psalmkonzerte der Gebrüder Michael

In den Konzerten erklingen mehrchörige Werke, Solokonzerte und Orgelmusik des Frühbarock auf Barockvioline, Zink, Dulzian, Viola da Gamba, Theorbe und Orgel. Außerdem musizieren fünf Vokalsolisten. Die Anspruchsvollen, wenig bekannten Werke des Thomaskantors Tobias Michael und seiner Brüder Samuel und Christian Michael sind stilistisch mit den kleinen geistlichen Konzerten und den Psalmen Davids von Heinrich Schütz zu vergleichen. Opulente Klänge und virtuose Koloraturen der größeren und kleineren geistlichen Konzerte werden ergänzt durch kurze Orgelpraeludien und Toccaten aus einer der frühesten Orgelquellen des mitteldeutschen Raum, der Tabulatura von Christian Michael.

Wir bedanken uns sehr herzlich für die großzügige Förderung durch das Land Schleswig-Holstein

Janne Munkwitz und Malwine Nicolaus | Sopran
Johann Jakob Winter | Alt, Tenor
Jeroen Finke | Tenor, Bariton
Vincent Berger | Bass

Vladyslav Snadchuck | Barockvioline
Lilli Paetzold | Zink
Alice Stoye | Viola da Gamba
Andreas Neuhaus | Barockposaune
Paul Enders  | Dulzian
Gero Parmentier | Theorbe
Lisa Bork | Orgel

GEORG PHILIPP TELEMANN – Concerti und Sonaten

Erneut wollen wir einige wunderbare Werke aus dem großen Schaffen von Georg Philipp Telemann (1681-1767) vorstellen. Telemanns Ideenreichtum fasziniert immer wieder und gerade seine Triosonaten und Quartette wurden von Zeitgenossen, wie z.B. Johann Joachim Quantz, gerühmt. Meister „Schorschi“ kombiniert oftmals Instrumente, die einfach gut miteinander „funktionieren“, und besonders die Viola da Gamba wird bei ihm mehr als bei allen anderen Komponisten des Spätbarock aus Deutschland eingesetzt: Trios für Violine oder Querflöte und Bass-Gambe, Trios für Blockflöte oder Oboe und Diskant-Gambe, zahlreiche Quartette in unterschiedlicher Besetzung. Ein großes Vergnügen ist es, dass wir erneut unseren anonymen Pardessus de Viole (Frankreich, ca. 1750) – nach einer gründlichen Überholung durch Tilman Muthesius  sowie auch die 7-saitige Viola da Gamba von Johannes Georg Mohte (Engelholm <Schweden>, 1733) vorstellen können.

CONCERTINO SCHLESWIG-HOLSTEIN mit Hanno Nachtsheim (Barockoboe), Martina Nachtsheim (Barockvioline), Jemma Thrussell (Pardessus de Viole und Bass-Viola da Gamba), Thomas Petersen-Anraad (Bass-Viola da Gamba und Violone 16′ – nur im Oktober), Thomas Rink (Barockfagott und Blockflöte) und Tom Werzner und Philipp Weltzsch (18.08.) (Cembalo) sowie Nils-Lennart Saß (Lesungen)

LEBENDIGER ADVENTSKALENDER 2022

MR. HÄNDEL IM PUB

CD-Release-Konzert mit dem preisgekrönten Ensemble „I ZEFIRELLI“,                            dessen Schlagzeuger unser GAM-SH-Mitglied Jeroen Finke“ ist.

BIBER, SCHEIDEMANN & CO

Heinrich Iganz Franz Biber gehört sicher zu den bemerkenswertesten Komponisten des späten 17. Jahrhunderts. Seine Kompositionen sind allesamt großartig und gelegentlich recht bizarr. Die Sonata reprensativa – auch Tiersonate genannt – ist ein herrlich-komödiantisches Werk für Violine und Generalbass, und das Quartett in d zeigt die recht ungewöhnliche Besetzung von 2 Violinen, Posaune und Basso continuo. In dieser Besetzung wird auch ein Stück von Antonio Bertali erklingen. Von ihm stammt auch die wunderschöne Triosonate für 2 Violinen und Basso continuo mit dem Titel „1000 Gulden“ – dabei handelt es sich vermutlich nicht um einen zu erwartenden monetären Beitrag für den Komponisten oder die Ausführenden (was allerdings schön wäre), sondern um das sogenannte „Tausendgüldenkraut“ (Centaurium). Außerdem gibt es ein anonym überliefertes Werk für Posaune und Basso continuo, genannt die St.-Thomas-Sonate.

Ziel dieser Konzerte ist es, Österreichische Barockmusik zu präsentieren, die, und das sollte nicht unerwähnt bleiben, in Musikaliensammlungen wie dem „Partiturbuch Ludwig“ (Wolfenbüttel) oder der Düben-Samlingen (Uppsala) auch im norddeutschen und nordeuropäischen Raum bekannt war.

Ergänzt wird die süddeutsch-österreichische Barockmusik mit zwei Solowerken des Dithmarschers Heinrich Scheidemann. Wie Biber für die Violinmusik war Scheidemann für die Komposition von Werken für Tasteninstrumente stilbildend.

Ausführende: Britta Gemmeker und Martina Nachtsheim – Violine, Thomas Petersen-Anraad – Violoncello, Ulf Dressler – Laute, Michael Müller-Andersson – Posaune und Kent Pegler v. Thun – Cembalo