Alle Beiträge von Thomas Rink

GEORG PHILIPP TELEMANN – Concerti und Sonaten

Erneut wollen wir ein paar wunderbare Werke aus der großen Schaffen von Georg Philipp Telemann (1681-1767) vorstellen. Telemanns Ideenreichtum fansziniert immer wieder und gerade seine Triosoanten und Quartette wurden von Zeitgenossen, wie z.B. Johann Joachim Quantz, gerühmt. Immer wieder gibt es Kombinationen von Instrumenten, die einfach gut „funktionieren“, und besonders die Viola da Gamba wird beim Magdeburger Meister mehr als bei allen anderen Komponisten des Späbarock aus Deutschland eingesetzt. Ein großes Vergnügen ist es, dass wir erneut unseren anonymen Pardessus de Viole (Frankreich, ca. 1750) – nach einer gründlichen Überholgung durch Tilman Muthesius –  sowie erstmals solistisch auch die 7saitige Viola da Gamba von Johannes Georg Mohte (Engelholm, 1733) vorstellen können.

Das ursprünglich für diesen Tag vorgesehene Programm mit Eva Schneidereit (Mezzo-Sopran) und Justin Band (Trompete) müssen wir aus terminlichen Gründen auf das Jahr 2024 verschieben. Wir bitten um Verständnis.

Wir bedanken uns bei der Stadt Schleswig und dem St.-Johannis-Kloster vor Schleswig, bei der Stadt Flensburg und der Kirchengemeinde St. Jürgen für die Unterstützung.

BLAND CONSORT mit Hanno Nachtsheim (Barockoboe), Martina Nachtsheim (Barockvioline), Charlotte Schwenke (Pardessus de Viole und Bass-Viola da Gamba), Thomas Petersen-Anraad (Bass-Viola da Gamba und Violone 16′), Thomas Rink (Barockfagott und Blockflöte) und Tom Werzner (Cembalo) sowie Nils-Lennart Saß (Lesungen)

LEBENDIGER ADVENTSKALENDER 2022

MR. HÄNDEL IM PUB

CD-Release-Konzert mit dem preisgekrönten Ensemble „I ZEFIRELLI“,                            dessen Schlagzeuger unser GAM-SH-Mitglied Jeroen Finke“ ist.

BIBER & CO

Heinrich Iganz Franz Biber gehört sicher zu den bemerkenswertesten Komponisten des späten 17. Jahrhunderts. Seine Kompositionen sind allesamt großartig und gelegentlich recht bizarr. Die Sonata reprensativa – auch Tiersonate genannt – ist ein herrlich-komödiantisches Werk und das Quartett in d zeigt die recht ungewöhnliche Besetzung von 2 Violinen, Posaune und Basso continuo. In dieser Besetzung wird auch ein Stück von Antonio Bertali erklingen. Von ihm stammt auch die wunderschöne Triosonate für 2 Violinen und Basso continuo mit dem Titel „1000 Gulden“ – dabei handelt es sich vermutlich nicht um einen zu erwartenden monetären Beitrag für den Komponisten oder die Ausführenden (was allerdings schön wäre), sondern um das sogenannte „Tausendgüldenkraut“ (Centaurium). Außerdem gibt es ein anonym überleifertes Werk für Posaune und Basso continuo, genannt die St.-Thomas-Sonate.

Ziel dieser Konzerte ist es, Österreichische Barockmusik zu präsentieren, die, und das sollte nicht unerwähnt bleiben, in Musikaliensammlungen wie dem „Partiturbuch Ludwig“ (Wolfenbüttel) oder der Düben-Samlingen (Uppsala) auch im nordeuropäischen Raum bekannt war.

Ausführende: Britta Gemmeker und Frank Lotichius – Violine, Thomas Petersen-Anraad – Viola da Gamba und Violone, Gero Parmentier – Laute und Kent Pegler v. Thun – Cembalo

ICH VERBRINGE MEINE ZEIT

Musik des Spätbarock aus Norddeutschland und England stehen auf dem Programm der beiden Konzerte: Titelgebende Arie „Ich verbringe meine Zeit“ für Alt, 2 Blockflöten und B.c. von Philipp Heinrich Erlebach und die fabelhafte Trauerarie von Michael Rohde für eben die obige Besetzung plus Oboe (die den Choral „Herzlich tut mich verlangen“ zitiert). Dazu kommen Trios von Pierre Prowo (für 2 Blockflöten und B.c.) und die offenbar einzigen Sonaten für Trompete, Oboe und Basso continuo von William Corbett und Godfrey Finger, eine anonyme „Lübecker“ Sonate für Viola da Gamba und Continuo und das B-Dur-Quartett op 14,6 von Christoph Schickhardt für Blockflöte, Oboe, Viola da Gamba und B.c.

N.N. – Altus, JUSTIN BLAND – Trompete und Blockflöte I, HANNO NACHTSHEIM – Oboe, CHARLOTTE SCHNWENKE – Viola da Gamba, THOMAS RINK – Fagott und Blockflöte II und TOM WERZNER – Cembalo

I SAW MY LADY WEEP

Trauer und Trost, Verlust und Zuversicht – diese Themen sind in diesem Jahr vielleicht so aktuell wie selten. Musikalisch umgesetzt wurden sie aber schon immer. Besonders im Barock entstanden kammermusikalische Werke von unglaublicher Vielfalt.

Einige davon, vor allem solche, die selten gespielt werden, möchten wir Ihnen in diesem Programm vorstellen.

Namensgebend für das Programm ist die Komposition für Sopran und Begleitung von John Dowland „I saw my lady weep“.
Für die Begleitung einer Sängerin oder eines Sängers wurden verschiedene Instrumente besetzt, im Frühbarock verlangten die Komponisten meist ein Lauteninstrument. Unsere Klangfarbe wird durch zwei Violen da Gamba geprägt, die, dem Gesang ähnlich, ausdrucksstark modulieren können.

Die Fantasie von John Jenkins führen wir auf als „broken consort“. Das bezeichnet die Besetzung mit Instrumenten verschiedener Gattungen, bei uns Flöte, Violine, Violen da Gamba und Posaune.

Von Monsieur de Sainte-Colombe (den Vornamen kennt man nicht) passt „tombeau les regrets“ zum Thema. „Großes Bedauern“ ist die Überschrift, darunter befindet sich Bezeichnungen einzelner Abschnitte: les pleurs (das Weinen) oder joye des Elizées (Freude der Seeligen).

Abschließen möchten wir mit der Zeile aus Psalm 145: Aller Augen warten auf Dich, Herre!
Der vierstimmige Satz von Heinrich Schütz hat für mich gerade wegen seiner Schlichtheit eine berührende Intensität.

Ausführende

Marni Schwonberg – Sopran
Kent Pegler von Thun – Blockflöte
Mareike Horn – Violinein Konzert III Elke Holm – Blockflöte
Ingeborg Mentz – Viola da Gamba
Susanne Horn – Viola da Gamba
Michael Müller-Andersson – Barockposaune

Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, weil wir gerade bei diesem Programm zum Gedenken an das Vergangene allen Interessierten die Gelegenheit geben wollen, daran teilzunehmen. Es wird Manchem schwerfallen, Geld für Konzertbesuche auszugeben. Daher bitten wir die, die es sich leisten können, um eine angemessene Spende am Ausgang.

MERRY OLD ENGLAND III

Erneut wollen wir mit Ihnen und Euch musikalisch auf die Britische Insel reisen, um englische Komponisten und deren Werke erklingen zu lassen. John Ernest Galliard stammte aus Celle, wanderte nach London aus und hat eine Reihe schöner Fagott-Sonaten komponiert. Von Henry Purcell gibt es eine große Sammlung für 2 Violinen, Viola da Gamba und Cembalo aus der wir die sogenannte „Golden Sonata“ ausgesucht haben. Robert Valentine lebte eine zeitlang in Italien und sein Werk ist stark von Arcangelo Corelli beeinflusst. Dennoch sind einige Duette, eine Gattung, in der vom großen Geiger aus Rom nicht überliefert ist, von ihm erhalten. Und die sogenannte Sixth-Flute, eine Sopranblockflöte in d“ wurde nicht nur in England sondern auch von Johann Sebastian Bach verlangt. Wir wollen mit dem Konzert Nr. 6 von Robert Woodcock gleich zwei dieser kleinen Instrumente zusammen mit zwei Violinen und Basso continuo erklingen lassen. Schließlich gilt es noch einmal John Christopher Pepusch zu ehren. Aus seinem op. 6 spielen wir diesmal die Nummer 1.

Das CONCERTINO SCHLESWIG-HOLSTEIN spielt in der Besetzung von Elke Holm und Kent Pegler v. Thun (Blockflöte), Bethany Webster-Parmentier und Cornelia Kempf (Barockvioline), Thomas Rink (Barockfagott), Thomas Petersen-Anraad (Barockvioloncello Viola da Gamba und Violone) sowie Philipp Weltzsch (Cembalo)

NEUJAHRSKONZERT 2023 – HOCHBAROCK

Kammermusik des HOCHBAROCK steht erneut auf dem Programm und damit wollen wir das Jahr 2023 begrüßen. Von einer Sonate für Viola da Gamba und Basso continuo von August Kühnel und der schönen, rhetorisch perfekt durchdrungenen Blockflötensonate in G von Andrew Parcham. Dazu kommen Suiten – sozusagen die Erfindung des Hochbarock – von Johann Fischer und aus einer unbekannten englischen Sammlung. Und selbstredend darf der Großmeister des norddeutschen Hochbarock, Dietrich Buxtehude, nicht fehlen: Es erklingt zum Jahresbeginn passend „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ für Cembalo solo.

Das CONCERTINO SCHLESWIG-HOLSTEIN spielt in der Besetzung mit Kent Pegler v. Thun (Blockflöte), Susanne Horn (Volen da Gamba) und Susanne Paulsen (Cembalo).

Wir bedanken uns herzlich bei der Stadt Husum und der VR-Bank Westküste für die großzügige Unterstützung des Konzertes sowie dem Kirchengemeinderat der Versöhnungskirche für die kostenlose Bereitstellung des Raumes!

301 Jahre jung: die BRANDENBURGISCHEN KONZERTE

Als JOHANN SEBASTIAN BACH am 24. März 1721 die Partitur seiner sogenannten „Brandenburgischen Konzerte“ unterzeichnete, konnte er vermutlich nicht ahnen, dass diese „Six Concerts avec plusieurs Instruments“ nicht nur eine der beliebtesten Sammlungen in der Musikgeschichte sein würde, sondern dass es von diesen Stücken zahllose Interpretationen auf Tonträgern veröffentlicht gibt. Der legendäre CONCENTUS MUSICUS WIEN war das erste Ensemble, das alle sechs Konzerte erstmals auf historischen Instrumenten aufgenommen hat. Und wir widmen unsere heutige Aufführung dem Andenken der wunderbaren ALICE HARNONCOURT (26.09.1930-20.07.2022), die mit ihrem Mann Nikolaus und eben dem Concentus Musicus Wien diese 6 Werke oft in Konzerten und mehrmals für die Schallplatte bzw. für die CD und für’s Fernsehen aufgenommen hat.

Alice & Nikolaus Harnoncourt (c) TELDEC 1984

Live hingegen hört man die Stücke relativ selten, das liegt vor allem an der unterschiedlichen Besetzung. Jedes der sechs Werke verlangt eine andere Instrumentierung.

Wir möchten Ihnen gerne die Konzerte II, IV (in Bachs eigenener Bearbeitung als Cembalokonzert BWV 1057), V und VI  präsentieren. Und dies gleich zweimal hintereinander, weil die wunderschöne Marienkirche in Kahleby für die zu erwartende Zuhörerschar zu klein ist. Die Konzerte beginnen um 15:00 und 17:30 Uhr!!!

Das CONCERTINO SCHLESWIG-HOLSTEIN (auf Originalinstrumenten) spielt in der erweiterten Besetzung von Justin Bland – Trompete und Blockflöte , Thomas Rink – Blockflöte und Kontrafagott, Andreas Plückthun – Traversflöte, Hanno Nachtsheim – Oboe,  Britta Gemmeker und Manoel Reinecke – Violine und Viola,  Martina NachtsheimCornelia Kempf und Mareike Horn, Violine, Susanne Horn und Thomas Petersen-Anraad – Viola da Gamba und Violone,  Andreas Vetter – Violoncello und Peter Uehling – Cembalo

Die beiden Konzerte werden unterstützt u.a. von der KULTURSTIFTUNG DES KREISES SCHLESWIG-FLENSBURG, der Nord-Ostsee-Sparkasse, dem SPENDENPARLAMENT SCHLESWIG-HOLSTEIN, der GEMEINDE BRODERSBY, der VR-BANK NORD, Familie Dr. Friedemann und Karin Simon <Kiel-Kronshagen> sowie Herrn Gottfried Sawatzki <Hattstedt>