CD

Schalle nur, beliebter Ton

Mitte Juli haben wir in der wunderschönen St. Jürgen-Kirche von Lilienthal bei Bremen – kein Geringerer als Arno Schmidt hatte sich übrigens dort 1957 einmal als Küster beworben  – unsere 1. CD aufgenommen: 7 Stücke, davon 4 Weltersteinspielungen* sind zu hören. Wir vom CONCERTINO SCHLESWIG-HOLSTEIN (Bethany-Webster-Parmentier, Susanne Horn, Paul Bialek, Gero Parmentier, Thomas Petersen-Anraad, Thomas Rink, Peter Uehling und Malte Wienhues) wurden dabei von der fabelhaften Amelie Müller (Homepage) unterstützt.  Neben Duos und Trios aus unserem Repertoire von Pierre Prowo, Johann Rosenmüller, Johann Heinrich Schmelzer und Georg Philipp Telemann sind eine Arie von Philipp Heinrich Erlebach mit gleich zwei Piccolo-Violinen (das zweite Original-Instrument ist uns dankenswerterweise leihweise zur Verfügung gestellt worden) dabei, und wir haben das einzig überlieferte Werk des Husumer Marienkantors Michael Ernst von Essen aufgenommen, das dann auch der Titel unserer Konzerte und unserer CD ist – „Schalle nur, geliebter Ton“ ist. Nicht ganz ohne Stolz können wir sagen, dass nach so vielen Jahren der kontinuierlichen Arbeit seit 1985 wir unsere Tätigkeit auf eine weitere Ebenen gebracht haben: Wir geben gerne Konzerte in kleinen Kirchen, in Scheunen, in oder vor Haubargen und in Rats- und Kaminzimmern, aber jetzt könnt Ihr und können Sie uns auch daheim hören.

Tonmeister war Dirk Alexander von http://brecord.de/  – Die Platte ist bei  CALYGRAM https://calygram.com/ mit der Bestellnummer 4251344702822 erschienen. Sie ist bei unseren Konzerten und in der Schlossbuchhandlung Husum  www.schlossbuch.com  Telefon 04841/89214 zum Preis von € 15.– erhältlich.

Der Trailer dazu: https://www.youtube.com/watch?v=vsZNKNKvmsc&feature=youtu.be

 

Erste Reaktionen :

Sehr geehrter Herr Rink,

sehr gern möchte ich Ihnen zurückmelden, dass mir Ihre CD: „Schalle nur, beliebter Ton“ sehr gut gefällt !
Die Zusammenstellung der Stücke, und die Art sie zu musizieren haben für mein Empfinden eine „heitere Leichtigkeit“. –

 

Lieber Thomas!

Sehr schöne Musik und super gespielt! Bravo!!

Hallo Thomas,

mir gefällt der Schmelzer sehr gut. Ist für mich das schönste Werk auf der CD

Weiter:

Das Album ist wirklich großartig und läuft bei mir die letzten Tage!

 

und die KIELER NACHRICHTEN loben unsere Arbeit:

Christian Strehk meint, wir wären….„eine Art Trüffelschwein beim Aufspüren lohnenden Werke mit norddeutschem Bezug“ und er schreibt weiter „[Amelie Müller] singt in zwei kleinen Kantaten federleicht und doch mit Farbe…“ und zu Michael Ernst von Essen heißt es: „eine kleine Perle als Weltersteinspielung.“

Die Kritik aus der shz vom 14. Dezember 2020 hier dann in Gänze:

Christoph Kalies
MILDSTEDT Dieses Fagott hat echt Charakter: Mit sattem, profunden Klang, vielen Farben und bisweilen ein bisschen knarzig, folgt es in Johann Heinrich Schmelzers „Sonata à 2“ behände den Eskapaden einer munteren Violine. Ein drolliges Spiel – wie Opa und Enkelin beim Frühjahrsspaziergang.
Der Fagottspieler heißt Thomas Rink und ist einer der führenden Köpfe der „Gesellschaft für Alte Musik in Schleswig-Holstein“ (GAMSH), die Werke aus Renaissance und Barock im Originalklang erstrahlen lässt und dabei vor allem Komponisten mit Bezug zu Norddeutschland in den Mittelpunkt stellt. Da dies am besten im Live-Konzert mit Publikumskontakt funktioniert, gehören auch die GAMSH-Musizierenden zu den Gekniffenen der Pandemie. Ihr Ausweg: Neun von ihnen haben eine CD produziert. Mit Standardrepertoire aus ihren Auftritten, aber auch mit Werken, die noch nie den Weg in ein Alte-Musik-Album fanden.
Der Österreicher Schmelzer gehört zu den Bekannteren und sein Bezug zu Norddeutschland ist mühsam – aber seine „Sonata à 2“ ist einfach hübsch. Genau wie die B-Dur-Sonata für f-Blockflöte und Violino piccolo des Wahl-Hamburgers Georg Philipp Telemann mit ihrem rokokohaften Spieluhrenflair. Den warmen Sound der Viola da Gamba kann man genießen in Johann Rosenmüllers „Sonata à terza 2“ – als Kontrapunkt zur Violine. Vor dem Hintergrund einer barocken Akkordfolge (Theorbe und Orgel) verbinden sich die Melodieinstrumente in kunstvoll verschlungenen Linien. Später entwickeln sie fast schon rhapsodische Freiheit. Von dem aus Altona stammenden Pierre Prowo ist die ausgesprochen gesanglich komponierte Sonata g-Moll für Blockflöte und Viola Gamba zu hören, wobei Gambistin Susanne Horn ein Diskant-Instrument gewählt hat, das sehr schön mit der Flöte harmoniert.
Wer Spaß an Vokalkunst hat, findet sein Glück in Philipp Heinrich Erlebachs „Angedenken, mein Vergnügen“ und Michael Ernst von Essens „Schalle nur, beliebter Ton“, bei denen die großartige Amelie Müller den Gesangspart übernommen hat. Die Sopranistin fasziniert hier als Interpretin alter Musik mit barocker Verzierungslust – ganz intim nur von der Theorbe begleitet in Erlebachs „Angedenken“, und kunstvoll prächtig mit dem ganzen Ensemble in „Schalle nur, beliebter Ton“. Dies ist auch der Titel dieser CD, die rechtzeitig zu Weihnachten mit wunderschönen musikalischen Entdeckungen aufwartet.

und

….Habe eben reingehört: Toll! Und ich stimme deinem Booklettext voll zu: ohne die Altmeister der historischen Aufführungspraxis wäre ein so vollblütiges, musikantisches Musizieren kaum möglich!

Herzlichen Glückwunsch!

 

Englischer Text des Booklets – Übersetzung Bethany Webster-Parmentier

Dänischer Text des Booklets – Übersetzung Dr. Peter-Boy Andresen

Chinesischer Text des Booklets – Übersetzung Daniel Horn

(Zum Vergrößern klicken Sie einfach auf die Vorschaubilder)