Archiv der Kategorie: Allgemein

FRANKREICH und DEUTSCHLAND

IN DIALOGO – Musik der Spätrenaissance und des Frühbarock

Wie klang die Musik im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert? Welche Komponisten wurden vielleicht in Friedrichstadt vor 400 Jahren, als unser Nachbarort gegründet wurde, gespielt?
Das CONCERTINO SCHLESWIG-HOLSTEIN mit Elke Holm (Renaissance-Blockflöte), Thomas Rink (Dulzian und Renaissance-Blockflöte), Michael D. Müller (Barock-Posaune) und Malte Wienhues (Cembalo und Orgel) spielt Werke von Jacob va Ecyk, Adrian Willaert, Jan Pieterszon Sweelinck, Salomone Rossi, Girolamo Frescobaldi und Johann Sommer. Dazu liest Nils-Lennart Saß Texte von Michael Praetorius und Zeitgenossen.

MUSIK AM HOFE DES SONNENKÖNIGS

Am Hofe von Versailles gaben sich die damals größten Komponisten sozusagen „die Klinke in die Hand“ – Namen wie Jean-Baptiste Lully (Der König tanzt) oder Marin Marais (Die siebte Saite) mögen durch Filmwerke in den letzten Jahren bekannt geworden sein. Wie Kammermusik dort in den Gemächern des fantastischen Schlosses klang, zeigen
Susanne Horn (Viola da gamba), Ulf Dressler (Laute), Kent Pegler v. Thun (Cembalo)

MUSIKALISCHER GOTTESDIENST

Aufgrund der geltenden Hygienebestimmungen müssen unsere Release-Konzerte am 3. Adventswochenende leider abgesagt werden.

Aber im Gottesdienst der St. Laurentius-Kirche von Tönning werden

Paul Bialek – Barockvioline und Susanne Horn  – Viola da Gamba

eine Suite für Geige und Gambe von CHRISTOPH BERNHARD spielen. Neben einer Suite von Jakob Froberger ist dies das einzige Werk im „Partiturbuch Ludwig“ von 1662.

Bitte melden Sie sich im Kirchenbüro oder bei Kantor Christian Hoffmann an.

Musikalische Weihnachten um 1600

Weihnachten in der Musik – vielleicht denkt man bei diesem Schlagwort zuerst an Bachs großes Weihnachtsoratorium, an feierliche Posaunenchöre, aber vielleicht auch an Weihnachtslieder, gesungen im familiären Rahmen unter dem Weihnachtsbaum.
Wir möchten – in der zarten Besetzung Sopran, begleitet von Laute und Viola da Gamba – eher die leisen Saiten weihnachtlicher Musik anstimmen.

Dabei ist es gar nicht so einfach, weihnachtliche Musik zu definieren. Die Vielseitigkeit und Unterschiedlichkeit weihnachtlicher Musik lässt es nicht zu, einen Stilbegriff zu fassen, Merkmale zu benennen, die Musik weihnachtlich werden lässt. Musik wird nur dann weihnachtlich, wenn sie sich
Weihnachten als Thema wählt, deshalb haben wir das kleine Konzert aufgebaut ohne den Anspruch der umfassenden Darstellung, sondern der Auswahl der Themen geschuldet, die uns bei der Recherche nach weihnachtlicher Musik begegnet sind, und die wir für den Rahmen eines solchen Konzertes ansprechend fanden.
Weihnachten ist dabei nicht nur ein kirchliches Fest, es zeigt immer auch die Seite des volkstümlichen Brauchtums. Das spiegelt sich in den Texten der Musik. Der Zusammenhang ist dabei auch dadurch gegeben, dass immer wieder lateinische Texte in die Volkssprachen übersetzt wurden, insbesondere natürlich nach der Reformation.

Die Programmauswahl „Musikalische Weihnachten um 1600“ nimmt auch darauf Bezug, und so finden sich lateinische Texte neben volkssprachlichen, manchmal sogar im selben Lied. Natürlich gibt die Trennung von Liturgie und Brauchtum manchmal schon die musikalische Gestaltung eines Stückes vor. Wir stellen entsprechend kunstvoll gestaltete lateinische Motetten des 16. Jahrhunderts den schlichteren Weihnachtsliedern gegenüber.

Das Konzert endet so zart und leise, wie es angefangen hat. An Weihnachten wird eben nicht nur die Geburt Jesu gefeiert – es ist auch einfach ein Kind geboren. Zart, schutzbedürftig, und manchmal ziemlich müde…

Ausführende

Marni Schwonberg – Sopran

Gero Parmentier – Laute

Susanne Horn – Viola da Gamba

IN IMITATION OF BIRDS – TRIOSONATEN DES BAROCK

Die Triosonate ist die beliebteste Gattung in der Barockzeit schlechthin. Neben zwei Violinen in den Oberstimmen sind alle erdenklichen Kombinationen zwischen 1600 und 1750 möglich. Wir haben in unserem Programm außer der Besetzung von 2 Blockflöten zum obligaten Basso continuo (hier mit Bass-Viola da gamba und Cembalo) von Giuseppe Sammartini und von William Williams  (dessen bekanntes Trio den Titel für unser Programm lieferte) auch die Kombination Blockflöte und Diskant-Viola da gamba plus Generalbass (dann entsprechend mit Fagott und Cembalo) gewählt: Georg Philipp Telemann schrieb allein vier in dieser Art (wir interpretieren das wunderbare d-Moll-Werk TWV 42:d7 mit dem höchst virtuosen Flötensolo im letzten Satz).

IN IMITATION OF BIRDS – TRIOSONATEN DES BAROCK

Die Triosonate ist die beliebteste Gattung in der Barockzeit schlechthin. Neben zwei Violinen in den Oberstimmen sind alle erdenklichen Kombinationen zwischen 1600 und 1750 möglich. Wir haben in unserem Programm außer der Besetzung von 2 Blockflöten zum obligaten Basso continuo (hier mit Bass-Viola da gamba und Cembalo) von Giuseppe Sammartini, und von William Williams  (dessen bekanntes Trio den Titel für unser Programm lieferte) auch die Kombination Blockflöte und Diskant-Viola da gamba plus Generalbass (dann entsprechend mit Fagott und Cembalo) gewählt.  Georg Philipp Telemann schrieb allein vier in dieser Art (wir interpretieren das wunderbare d-Moll-Werk TWV 42:d7 mit dem höchst virtuosen Flötensolo im letzten Satz) und Jacques Christoph Naudots drittes Stück aus seiner Sammlung „Fetes rustiques“ wird von uns in der Oberstimme mit einer Sopranino-Blockflöte in f“ besetzt werden. Ein weitere Triosonate gibt es von Joseph Bodin de Boismortier, dessen Op. 37 die Wahl der Melodie-Instrumente den Ausführenden freistellt. Wir haben uns für Voice-Flute (eine Tenor-Blockflöte in d‘), Bass-Viola da gamba entschieden . Und ein „Schmankerl“ sei uns erlaubt: Theodor Schwartzkopff hat ein Werk für Viola da gamba, Fagott und Basso continuo geschrieben, dass wir ihnen gerne einmal wieder präsentieren wollen.

Ausführende sind:

Elke Holm – Blockflöte in f“ und f‘, Thomas Rink – Blockflöte in f‘ und Fagott, Susanne Horn – Diskant- und Bass-Viola da gamba sowie Kent Pegler v. Thun – Cembalo

Eine weitere Triosonate gibt es von Joseph Bodin de Boismortier, dessen Op. 37 die Wahl der Melodie-Instrumente den Ausführenden freistellt. Wir haben uns für Voice-Flute (eine Tenor-Blockflöte in d‘), Bass-Viola da gamba entschieden . Und ein „Schmankerl“ sei uns erlaubt: Theodor Schwartzkopff hat ein Werk für Viola da gamba, Fagott und Basso continuo geschrieben, dass wir ihnen gerne einmal wieder präsentieren wollen.

Ausführende sind:

Elke Holm – Blockflöte in f“ und f‘, Thomas Rink – Blockflöte in f‘ und Fagott, Susanne Horn – Diskant- und Bass-Viola da gamba sowie Tom Werzner – Cembalo

GOTTORF und ITALIEN II

William Brade, Johann Sommer, Girolamo Frecobaldi und Salomone Rossi stehen auf dem Programm

Ausführende sind:

Mareike Horn – Violine, Carsten Jäger – Zink Michael D. Müller – Posaune, Susanne Horn – Violen da Gamba, Thomas Rink – Dulizan und Philipp Weltzsch – Cembalo

Das Konzert  wird im Oktober stattfinden!

BRANDENBURGISCHE KONZERTE – 300 Jahre jung!

Als JOHANN SEBASTIAN BACH am 24. März 1721 die Partitur seiner sogenannten „Brandenburgischen Konzerte“ unterzeichnete, konnte er vermutlich nicht ahnen, dass diese „Six Concerts avec plusieurs Instruments“ nicht nur eine der beliebtesten Sammlungen in der Musikgeschichte sein würde, sondern dass es von diesen Stücken zahllose Interpretationen auf Tonträgern veröffentlicht gibt. Der legendäre CONCENTUS MUSICUS WIEN war das erste Ensemble, das alle sechs Konzerte erstmals auf historischen Instrumenten aufgenommen hat. Live hingegen hört man die Stücke relativ selten, das liegt vor allem an der unterschiedlichen Besetzung. Jedes der sechs Werke verlangt eine andere Instrumentierung.

Obwohl die Werke bekannt sind, sich Ausführende und Wissenschaftlicher Gedanken darüber machen, stellen sich immer  noch ein paar Fragen: Was passiert mit dem 2. Satz im 3. Konzert? Was meinte Bach im 4. Concert mit „Flauti d’echo“?  Sind Alt- oder Bass-Violen da gamba im im 6. gemeint? Gleichzeitig kann festgestellt werden, dass die unterschiedlichen Besetzungen der ersten beiden Werke fast experimentell anmuten : Demonstriert der Violino piccolo (es ist eben keine „normale Geige“, wie  z.B. in großbesetzen Werken von Pisendel oder Vivaldi ) im 3. Satz von Concert 1, dass er sich gegen ein ganzes Orchester mit 2 Hörnern, 3 Oboen, Fagott, Streichern und B.c. durchsetzten kann. Und Trompete, Blockflöte, Oboe und Violine treten solistisch im 2. Konzert hervor – unterschiedlicher hat niemals zuvor und kaum danach ein Komponist Soloinstrumente zusammengestellt.

Betrachtet man die einzelnen sechs Werke, so gibt es  durchweg in jedem Concert ein Novum, man könnte fast sagen einen „Schocker“: Schon im zweiten Takt des 1. Konzerts halten die Hörner mit ihren Triolen munter gegen 16-tel und 8-tel des restlichen Orchesters, im 2. ist’s die oben beschriebene irrwitzige Instrumentenkombination, im 3. gibt es einen mittleren Satz, der nur aus zwei Akkorden besteht (was oder wer darf oder soll etwas improvisieren?), das 4. Concert ist im Prinzip durch die Behandlung der Sologeige ein Violinkonzert, aber die Flöten machen ihr eigenes Ding, dann aber wieder sind sie „nur“ Tutti-Verstärkung. Die grandiose Cembalokadenz in Nr. 5 hat dem Werk oft das Attribut des „ersten Klavierkonzertes“ der Musikgeschichte eingebracht und im 6. Concert verlangt Bach zweimal im Violone ein Sub-Kontra B – ein Ton, der auf einem Kontrabass nicht  drauf ist (es sei denn, man stimmt die tiefste Saite auf eben diesen Ton und erzeugt nur noch „heiße Luft“)…. will Bach, dass in den Takten 45 und 110 des letzten Sastzes der Spieler oder die Spielerin eben dort ein Residuum (oder auch Residualton genannt) erzeugt? Schock für alle – für die Ausführenden, für die Zuhörenden und die Musikwissenschaft, die sich bei diesen 6 Werken freundlich aus ihrem Schubladendenken verabschieden darf.

Wir möchten Ihnen gerne die Konzerte II, IV, V und VI  präsentieren.

Der Dänische Generalkonsul Kim Andersen übernimmt freundlicherweise die Schirmherrschaft für die Konzerte in Ahrensburg und – zusammen mit Bürgermeister Uwe Schmitz – in Husum. Wir danken sehr herzlich.

Das CONCERTINO SCHLESWIG-HOLSTEIN (auf Originalinstrumenten) spielt in der erweiterten Besetzung von Justin Bland – Trompete, Thomas Rink – Blockflöte, Mareike Beinert – Travers- und Blockflöte, Friederike Koehncke – Oboe,  Britta Gemmeker und Henning Vater – Violine und Viola, Manoel Reinecke – Violine, Carla Linné – Violine, Viola und Viola da gamba, Susanne Horn – Viola da Gamba und Violone,  Andreas Vetter – Violoncello, Thomas Petersen-Anraad – Kontrabass und Peter Uehling – Cembalo

Christian Strehk schreibt zum „Geburtstag“ in den KIELER NACHRICHTEN vom 24.03.21, S. 21:

Genau vor 300 Jahren setzte ein gewisser Johann Sebastian Bach seine Unterschrift unter einen orchestralen Hit sondergleichen: Die sechs Brandenburgischen Konzerte waren und blieben ein Muster an Virtuosität, Kunstfertigkeit und hinreißender Affektivität. Wie da nach emotionaler Gestimmtheit die Mixtur der Instrumente gewechselt wird, bleibt atemberaubend – aber in Konzertveranstaltungen auch schwer zu realisieren. Außerdem ist der Anspruch an die Spieler enorm hoch. So gibt es in der Violinliteratur kaum schwierigere Passagen als den wahnwitzigen Trialog mit den beiden Blockflöten im vierten Concerto.

Noch immer sind nicht alle Geheimnisse der Partituren gelüftet. Der Barockfagottist und Musikwissenschaftler Thomas Rink hat Fragen und Innovationen zu den „Brandys“ gerade auf der Homepage der Gesellschaft für Alte Musik in Schleswig-Holstein zusammengetragen (www.gam-sh.de). Antworten kann man eigentlich sowieso nur konzertierend geben. Das Concertino Schleswig-Holstein will das „auf Originalinstrumenten“ zumindest mit den Teilen II, IV, V und VI versuchen: auf einer kleinen Tournee vom 24. bis 26. September in Elmshorn, Neumünster, Ahrensburg und Husum. Eine vielversprechende Geburtstagssause im dann hoffentlich coronabefreiten Norden … cst

FRIEDRICHSTADT 1621

Vor 400 Jahren gründete Friedrich III den nach ihm benannten schönen Ort. Die kleine Stadt an Treene und Eider war über Jahrhunderte von religiöser Toleranz geprägt. Wir haben daher  Werke des jüdischen Komponisten SALOMONE ROSSI ins Programm aufgenommen. Neben weiteren italienischen Kompositionen von GIOVANNI BATTISTA RICCIO (der 1621 starb) und GIROLAMO FRESCOBALDI kommen Stücke von den Niederländern JAKOB VAN EYCK und JAN PIETERSOON SWEELINCK (auch er starb 1621) zu Gehör und selbstverständlich werden wir Werke der Gottorfer Hofkapelle vom Zinkenisten JOHANN SOMMER, dem dänisch-niederländischen MELCHIOR BORCHGREVINCK (der übrigens auch Werke von dem schon oben erwähnten Salomone Rossi herausgegeben hat) und von Engländer WILLIAM BRADE, der in ganz Nordeuropa tätig war, aufführen. – Das Programm, ursprünglich für den Festakt am 26. September geplant, wird von uns in nächster Zeit in der Friedrichstädter St. Christopherus-Kirche aufgeführt werden. Unsere Bitte an die Stadt, am Jubiläumstag dort aufzutreten, wurde leider nicht nachgegeben.

Elke Holm – Renaissance-Blockflöten, Carsten Jäger – Zink, Thomas Rink – Dulzian, Michael D. Müller – Barockposaune, Susanne Horn – Violen da gamba und Malte Wienhues – Cembalo

Märchen und Musik „ein Blick durch die Himmelstür“

Das im 16. Jahrhundert erbaute, wunderschöne Herrenhaus Hoyersworth steht – inzwischen unter Denkmalschutz – noch nahezu unverändert als Zeichen der Vergangenheit im großen Garten zwischen Wassergräben und ist trotzdem auch ein Ort modernen Lebens.

Im Kaminraum des Hauses wollen wir Texte über Geburt und Tod und das, was dazwischen liegt – das Leben – vorstellen.

Die frei erzählten Märchen und Geschichten berühren auf besondere Art und Weise, eröffnen neue Welten, weiten Blick und Herz.
Eingerahmt von Musik für zwei Violen da Gamba möchten wir Sie mit diesem Programm anregen, sich über Freud und Leid, Erlebtes und noch Kommendes Gedanken zu machen.

 

Susanne Söder-Beyer (Boren), ausgebildete MärchenErzählkünstlerin, erzählt seit Jahren mit Leidenschaft ihre Märchen und Geschichten für Jung und Alt im nördlichen Schleswig-Holstein.

Susanne Horn (Glinde) und Thomas Petersen-Anraad (Neumünster) musizieren in unterschiedlichen Ensembles, aber auch als Duo auf Diskant- und Baß-Violen da Gamba und sind mit ihren Violonen auch als Continuo in ganz Schleswig-Holstein gefragt.