BIBER, SCHMELZER, THEILE & Co

Zwar lobte Paul Hindemith Heinrich Ignaz Franz Biber als einen der bedeutendsten Komponisten vor Johann Sebastian Bach, aber erst durch die Recherchen und Schallplattenaufnahmen von Alice und Nikolaus Harnoncourt sowie von Marie und Gustav Leonhardt gelangte er zu einer gewissen Popularität. Die von uns in den Konzerte gespielte Sonata à 3 in d hat der CONCENTUS MUSICUS WIEN schon 1966 aufgenommen. Die Kombination von Posaune und zwei Geigen mit Basso continuo kann als Beispiel dienen, wie sinnvoll die Verwendung von Barockinstrumenten ist: Die obertonreicher als konventionelle Violinen klingenden historischen Geigen haben kein Problem mit der engmensurierten, alten Posaune zu dialogisieren, alle 3 Soloinstrumente sind gleichberechtigt.

Außerdem im Programm zu hören sind Werke von Johann Heinrich Schmelzer, u.a. die Sonata in G von unserer CD und ein „Concerto à 4 per la chiesa“ von Bibers Sohn Carl Heinrich. Und Bezüge nach Norddeutschland fehlen auch nicht: ein Werk vom Gottorfer Hofkomponisten Johann Theile sowie ein Cembalosolo von Matthias Weckmann, der Jahrzehnte in Hamburg tätig war, werden zu hören sein.

Ausführende sind:

Paul Bialek – Violino piccolo und Violine, Mareike Horn – Violine, Michael D. Müller – Posaune, Susanne Horn – Violen da Gamba, Thomas Rink – Fagott und Philipp Weltzsch – Cembalo