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GIRO MUSICLAE – Europäische Barockmusik zwischen 1683 und 1740

Il giro musicale d’Europa – das ist eine Reise mit Musik von Schweden nach Portugal, von England nach Österreich und diese mit Zwischenstationen in Frankreich, den Niederlanden und Deutschland und das alles unter dem Eindruck von Italien, bzw. der italienischen Musik. In Werken von Avondano, Baston, de Fesch, Lotti, Naudot, Roman, Schmelzer und Telemann spielen

Britta Gemmerk – Violine, Paul Bialek – Violine und Violine piccolo, Susanne Hartig – Violoncello, Thomas Rink – Fagott und Blockflöte sowie Peter Uehling – Cembalo

KAMMERKONZERTE DES BAROCK

Neben den Solo-, Doppel- und Tripelkonzerten sowie der Form des Concerto grossos waren Konzerte in kammermusikalischer Besetzung im 18. Jahrhundert sehr beliebt. Außer von Antonio Vivaldi und Gerog Philipp Telemann, die ein unglaublich reichhaltiges Œuvre in verschiedenen kleinen Besetzungen hinterlassen haben, gibt es zahllose Beispiele, einige davon möchten wir vorstellen. Aus der Sammlung Opus 8 von John Christopher Pepusch haben wir im Programm MERRY OLD ENGLAND schon zwei Beispiele präsentiert, aber ein weiteres wird jetzt folgen. Außerdem wollen wir Konzerte von Ferdinando Lizio – für Fagott, von Robert Valentine – für Blockflöte und von George Frederic Handel – für Cembalo (oder Orgel oder Harfe) und vor allem von Robert Woodcock für ZWEI !!! sixth flutes vorstellen. Hier an dieser Stelle sei schon einmal ganz herzlich unserem wunderbaren Flötenbauer Ralf Netsch gedankt, der diese kleinen, wunderschönen Instrumente nach dem Original von Thomas Stansby aus der Sammlung Frans Brüggens gebaut hat und die wir mit großer Freude in den Woodcock-Concerts einsetzen werden.

 

GOTTORF UND ITALIEN

Neben der „Erfindung“ des Generalbasses emanzipierte sich um 1600 herum die Instrumentalmusik und schon früh entstanden, vor allem in Italien, Solo- und Triosonaten sowie, überwiegend in England, fünfstimmige Ensemble-Musik. Diese Gattungen sollten stilbildend für die nächsten 150 Jahre bleiben. In unserem Programm „GOTTORF UND ITALIEN“ wollen wir gerne Werke aus Mantua, Rom und  Venedig vorstellen, aber auch zeigen, wie Werke in so einer Besetzung speziell in Gottorf von Johann Sommer und William Brade klangen.

Neben der Besetzung von Renaissance-Blockflöten (in Sopran- und Tenor-Lage, Barockvioline und Dulzianen (Diskant-, Alt- und Bass-Instrumente) verwenden wir Laute und Orgel. So können wir einerseits die vier- und fünfstimmige Ensemble-Musik und andererseits auch die virtuosen Solo- und Triosonaten des frühen 17. Jahrhunderts interpretieren.

Elke Holm – Renaissance-Blockflöten

Bethany Webster-Parmentier – Violine

Thomas Rink – Dulziane

Gero Parmentiert – Laute

Malte Wienhues – Orgel

concert royal

Die Konzertsommer in Brodersby sind nun über Jahre hinweg eine liebgewordene Tradition geworden. In der kleinen Kirche finden jedes Jahr Konzerte unterschiedlichster musikalischer Stilrichtungen statt.

Wir freuen uns sehr, in diesem Jahr auch das Abschusskonzert mitgestalten zu dürfen. Wer einmal eines dieser Konzerte besucht hat weiß, dass hier eine besondere Nähe zwischen Musikern und Publikum entsteht.

In diesem Programm entführen wir Sie in die Welt des französischen Barock. Die vielen Zuhörern bereits als hervorragende Oboistin bekannte Eva Endel wird auch ihr Können auf der Blockflöte beweisen.

Programmauszug:  

Francois Couperin : 9. Concert Royal für Blockflöte und Basso continuo
Louis Caix d´Hervelois : aus der II Suitte für Viola da Gamba und Basso continuo 
Francois Chauvon : 10. Suite für Oboe und Basso continuo           

Ausführende

Eva Endel – Barockoboe und Blockflöte
Susanne Horn – Viola da Gamba
Gero Parmentier – Laute und Theorbe  

NIEDERLÄNDISCHE BAROCKMUSIK

In der durch ihre schlichte Gestaltung und hervorragende Akustik bezaubernden Remonstrantenkirche von Friedrichstadt durfte ich schon mehrfach in wechselnden Besetzungen auftreten. In diesem Jahr nun feiert die dortige Gemeinde Ihre Gründung durch Jacobus Arminius vor 400 Jahren und in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Alte Musik in Schleswig-Holstein sind wir eingeladen, ein Festkonzert mit Werken von Niederländischen Komponisten zu gestalten.

Bis heute einer der berühmtesten Vertreter der niederländischen Barockmusik ist Jacob van Eyck. Seine Werke für Blockflöte zeigen eindrucksvoll die musikalischen Gestaltungsmöglichkeiten dieses leider häufig nicht ausreichend geschätzten Instruments.

Carolus Haquart (1640 geboren in Brügge in der Republik der Vereinigten Niederlande) erlebte seine umfangreichste Schaffenszeit in Amsterdam und Den Haag, wo er als Gambist komponierte, konzertierte und unterrichtete.

Ein wie Blockflöte und Viola da Gamba beliebtes Instrument in der niederländischen Barockmusik war die Laute. Sie wurde als Continuoinstrument eingesetzt, aber es gibt auch wunderschöne Kompositionen für Laute als Soloinstrument. In unserem Programm stellen wir ein Werk von Nicolas Vallet vor, einem Komponisten, der ab 1613 in Amsterdam wirkte.

Ausführende:

Johanna Krüger – Blockflöte

Susanne Horn – Viola da Gamba

Ulf Dressler – Laute

CONSORTMUSIK DER SPÄTRENAISSANCE

Renaissance-Blockflöten mit ihrem fast zylindrischen Bau und ihren großen Grifflöchern tönen anders als ihre barocken Nachfolger. Und im Zusammenspiel von vier Instrumenten eines Bauers nach historischen Vorbildern  eines Meisters entsteht ein faszinierender Klang. Die Gruppe WestWind mit Elke Holm, Kent Pegler v. Thun und Thomas Rink haben sich mit der Virtuosin Annegret Fischer, Flötistin bei https://the-playfords.de/ensemble/ eine Wunschkollegin dazugeholt. Werke von Komponisten der Spätrenaissance werden erklingen.

HERZ UND MUND UND TAT UND LEBEN

Ein neuer Chor hat sich in Nordfriesland zusammengefunden – und dabei den bedeutenden Husumer Barock-Komponisten Nicolaus Bruhns auf sein Namensschild gehoben. Gegründet wurde das Vokal-Ensemble bereits im April 2018 von Malte Wienhues, Schüler von Kreiskantor Christian Hoffmann und angehender Kirchenmusikstudent. Der NICOLAUS-BRUHNS-CHOR führt Werke von Bach (die Konzerttitelgebende Kantate BWV 147 ) sowie Werke von Nicolaus Bruhns (Oh werter, heil’ger Geist), Buxtehude (Das neugeborne Kindelein), Durante (Magnificat) und Joseph Haydn (Missa Sancti Nicolai) auf. Die Solisten der Konzerte sind allesamt Mitglieder des Chores: Carola Jäckel (Sopran), Angelika Henschen (Alt), Michael Schwarz (Tenor) und Michael Busse (Bass). Es begleitet das Nordfriesische Kammerorchester.

EUROPÄISCHE BLOCKFLÖTENSONATEN

Neben der Viola da Gamba war die Blockflöte bei Amateuren vermutlich das beliebtestes Instrument im England des 17. und frühren 18. Jahrhunderts. Wie hoch allerdings das spieltechnische Niveau der ausführenden Liebhabern war, lassen die vielen Solosonaten von Komponisten wie Andrew Parcham, William Williams oder anderen erahnen. Selbstverständlich erklingen aber auch Werke aus Italien (Diogenio Bigaglia), Deutschland (Georg Philipp Telemann) und den Niederlanden (Unico van Wassenaer)

Kent Pegler v. Thun – Blockflöten, Thomas Rink – Barockfagott und Gunnar Sundebo – Cembalo

MERRY OLD ENGLAND AGAIN

Wie auch immer sich die Politik in den nächsten Monaten entwickeln wird: England galt im späten 17. und im 18. Jahrhundert – besonders als George Friderick Handel in London lebte – als Ziel vieler Musiker und Komponisten. Johann Mattheson gar schreibt in „Das Neu=eröffnete Orchestre … “ Hamburg 1713, man solle dorthin gehen, denn es gäbe „was zu verdienen“.

Wir haben schon mehrfach Werke von Komponisten aufgeführt, die auf der Britischen Insel wirkten. Im neuen Programm erklingen Triosonaten von Triosonaten von William Corbett und Johan Ravenscroft, Quintette von John Christopher Pepusch und neben dem bekannten Orgelkonzert in B-Dur von Händel (nur in Hennstedt, Kahleby und Büsum) auch ein neuaufgefundenes Konzert für Sopranino-Blockflöte sowie dem 2. Konzert von John Baston.

Auchtung: Konzertbeginn in Büsum am 23. Juni ist 18:00 Uhr